Remo - ein roter
Kater, der am 05. August 1992 geboren wurde:
Remo und ich haben ein besonderes Verhältnis.
Wir sind ein Herz und eine Seele. Manchmal kommt mir
unsere „Kommunikation“ unheimlich vor.
Ich habe gelegentlich das Gefühl, dass er genau
weiß wie es mir geht und umgekehrt genau so.
Er „spricht“ mit mir in den unterschiedlichsten
Tönen und Mimiken, so komisch es sich auch anhört,
aber Remo kann ganz gut zum Ausdruck bringen was er
möchte. Vielleicht sind wir auch so zusammen
geschweißt, weil er mich bereits 2/3 meines
Lebens begleitet – als ich 8 Jahre alt habe
ich ihn bekommen. Er ist ein Kater der noch nie etwas
kaputt gemacht hat, der noch nie gekratzt oder gebissen
hat.
Als Fipsi verstorben ist, merkte man sehr schnell,
dass Remo nicht allein sein konnte. Er rannte schreiend
durch die Wohnung und suchte immer nach dem, was
nicht mehr da war. Deshalb haben wir uns dann auch
für eine zweite Katze entschlossen, dem Mickey,
und es war gut so. Remo wurde wieder ausgeglichen
und Mickey hat sich, glaube ich, alles von ihm abgeschaut.
Wenn Mickey zu ungestüm war hatte Remo geschlichtet.
Remo ist sehr eifersüchtig was mich betrifft.
Wenn ich Gino streichle drängt er sich dazwischen,
oder wenn Mickey auf mir liegt und sich streicheln
lässt kommt es auch gelegentlich vor, dass
Remo ihn wegdrängt.
Remo ist wirklich ein Kater den man sich nur wünschen
kann und ich bin wirklich sehr froh, dass ich ihn
habe!
Als
Gino noch ein Welpe war und glaubte, dass man mit
dem roten Kater spielen kann, musste er sehr schnell
feststellen, dass dem nicht so ist. Wurde Gino zu
ungestüm, pfauchte Remo kurz und schlug ihm mit
seiner Pfote (ohne Krallen) auf seine Nase. Hatte
es Gino noch immer nicht begriffen, wiederholte Remo
seinen Schlag – aber diesmal mit Krallen. Ich
weiß, dass es nicht ungefährlich ist, aber
es hatte auf jeden Fall mehr Wirkung, als wenn Gino
von uns beruhigt wurde. Einmal erwischte ihn Remo
etwas blöd, sodass Gino’s Nasenspiegel
einen kleinen Kratzer hatte und blutete. Anscheinend
war dieses Erlebnis aber ausschlaggebend und seither
akzeptieren sich beiden.
Im Juni 2006 musste ich mit Remo zum Tierarzt,
weil er sehr oft erbrochen hat. Ein Blutbild wurde
erstellt und dann eine Infektion diagnostiziert.
Werte der Organe, auch der Nieren, waren ok. Die
Infektion wurde behandelt und ein halbes Jahr lang
war alles normal. Kurz nach Weihnachten 2006 begann
der Horror von vorne und Remo nahm noch dazu sehr
stark ab. Er war ein stattlicher Kater von ungefähr
5kg, aber plötzlich hatte er nur mehr knapp
3,5 kg. Ich fuhr also wieder zum Tierarzt, wo wieder
ein großes Blutbild erstellt wurde.
Leider waren die Nierenwerte bereits schlechter,
die anderen aber ok – mein heiß geliebter
Kater hat CNI!
Es hat wirklich sehr lange gedauert (fast ein dreiviertel
Jahr), bis wir Remo’s Erbrechen und den Durchfall
in den Griff bekommen haben.
Jede Woche müssen
wir zum Tierarzt mit ihm, weil Remo leider sehr stark
dehydriert und eine Infusion deswegen benötigt.
In regelmäßigen Abständen werden die
Nierenwerte ausgewertet und Gott sei Dank *aufHolzklopf*
sind die Nierenwerte noch nicht so hoch, dass es bedenklich
werden würde.
Ich hoffe wirklich inständigst,
dass sich mein Kater noch lange wohl bei mir fühlt
und noch viele Jahre ein glückliches Leben bei
mir verbringt.
05.08.1992 –
09.01.2008
Mein geliebter Remo
ist über die Regenbogenbrücke gegangen.
Der Schmerz sitzt sehr, sehr tief.
Vor eineinhalb Jahren
begann es, dass er sehr oft und viel erbrochen hat.
Dann kam Durchfall hinzu und er hatte stark abgenommen.
Das Blutbild ergab, dass seine Nierenwerte zwar schlecht
seien, aber gerade noch im Referenzbereich bzw. ein
klein wenig drüber. Aber eigentlich sei es eine
Infektion, gegen die er mit Antibiotika behandelt
wurde und für die Nieren bekam er Diätfutter.
Eine zeitlang war dann
alles wieder in Ordnung, bis auf das er nicht mehr
zugenommen hat, obwohl sein Appetit groß war.
Bis zu dieser Zeit war ich oft bei einem Tierarzt,
bei dem ich dann absolut nicht mehr zufrieden war,
weil er einfach dieses und jenes „gefunden“
hätte und kein Medikament geholfen hat. Und als
dann das Problem mit dem Erbrechen von vorne begonnen
hat, war es für mich an der Zeit den Tierarzt
zu wechseln, wo ich mich samt Kater gut aufgehoben
gefühlt habe (und immer noch fühle).
Remo war also immer
noch Haut und Knochen und außerdem (durch das
viele Erbrechen) stark dehydriert. Nierenwerte waren
knapp über dem Referenzbereich. Es begann die
Zeit, in der wir regelmäßig zum Tierarzt
gefahren sind, wegen der Infusionen um seiner Dehydration
entgegen zu steuern.
Am 17. Juni 2007 (an
dem Tag hat Gino Geburtstag), es war ein Samstag,
als wir von der Rennbahn nach Hause kamen, hatte Remo
uns nicht begrüßt. Da das bislang nicht
der Fall war sind wir auf die Suche gegangen und haben
ihn auch sofort auf seinem Lieblingsschlafplatz gefunden.
Er reagierte aber nicht auf meine Stimme. Erst als
ich ihn berührt habe hob er seinen Kopf. Ich
merkte, dass etwas nicht stimmte. Remo sah mich zwar
an, aber sein Blick war leer und gemaunzt hatte er
auch nicht. Ich hob ihn aus seinem Körbchen und
bemerkte sofort, dass er sich angepinkelt hatte. Ich
setzte ihn am Boden, aber Remo konnte nicht stehen.
Er war total apathisch und hatte keinen Gleichgewichtsinn
mehr. Da wurde ich dann panisch und habe geheult.
Mein Kopf war nicht klar und ich rief meine Mutter
an. Die kam und wusste zuerst selber nicht wo oben
und unten ist. Wir haben dann Remo in den Transporter
gelegt und sind in die Tierklinik Breitensee gefahren.
Dort wurde ein gesamter Check gemacht und Blut abgenommen.
Danach wurde er noch geröntgt und dann an den
intravenösen Tropf gelegt. Was genau er bekommen
hatte weiß ich nicht mehr, aber es dauerte über
5 Stunden bis die Flüssigkeit im Kater war. Nach
einer Zeit ging es ihm wieder besser und Remo wurde
ungeduldig. Doch er musste durchhalten bis die Infusion
fertig war. Zu Hause ging es ihm wieder gut und hatte
auch gefressen. Was genau dieser „Anfall“
war konnte man mir nicht sagen, aber es war eventuell
eine Art Kreislaufkollaps, denn an diesem Tag war
es brütend heiß.
In seinem Verhalten,
fand ich, hat sich nichts verändert. Er war schmusig
wie eh und je, hat wohl ein bisschen mehr geschlafen,
was ich aber auf sein Alter zurückführte.
Remo’s Appetit wurde immer größer
und er hat mehr gefressen, als zu der Zeit in der
er noch gesund war, nahm aber nicht zu.
Dann entdeckte ich eines
Tages, dass sein Bauch runder wurde und freute mich
kurzfristig, dass er evtl. doch noch zunehmen würde.
Nur beim Abtasten des Bauches hatte ich ein ungutes
Gefühl, denn sein Bauch war sehr hart und knubbelig.
Am nächsten Tag mussten wir sowieso wieder zum
TA, wegen der Infusion und ich berichtete dem TA was
ich „entdeckt“ hätte. Beim Abtasten
schon hat mein Tierarzt kein erfreuliches Gesicht
gezeigt und das Röntgen bestätigte dann
seine Vermutung: mein Remo hatte mehrere Tumore in
der Leber! Für mich brach wirklich eine Welt
zusammen. Die Prognosen waren sehr schlecht: entweder
ganz schnell oder eben langsam, Operation oder medikamentöse
Behandlung wäre aussichtslos.
Da mir der harte Bauch
selber erst sehr spät aufgefallen ist, war er
wahrscheinlich die Art Tumor, der sehr schnell wächst.
Vom Tag an der Diagnose
ging es meinem Remo von Tag zu Tag schlechter. Er
bekam wieder Durchfall, aber sein Hunger war zwar
immer noch riesig, doch begann er mehr zu schlafen.
Das Hauptproblem war, dass es so schien als würde
er seine Blase nicht mehr ganz im Griff haben. Während
er schlief ist er auf einmal aufgesprungen und aufs
„Kistl“ gelaufen. Nur wurde es zunehmend
schlechter. Später hat er es nicht mehr rechtzeitig
geschafft auf das Kistl zu kommen und es ist schon
beim Aufstehen passiert.
Und eines Tages wachte
ich auf mit einem mehr als unguten Gefühl –
ich hatte es gespürt: Remo schlief fast ausschließlich,
kam nicht mehr kuscheln, wollte aber viel fressen
(ist aber nicht zum Fressplatz gegangen) und trinken
und stand für sein Geschäft gar nicht mehr
auf, bzw. hatte keinen Gleichgewichtssinn mehr. Also
habe ich es ihm am Klo (es war eine zeitlang sein
Lieblingsplatz) gemütlich gemacht, er hat sich
dort hingelegt und ich habe ihm extra noch Fisch gekocht,
den er ganz gierig gefressen hat.
Ich wusste, dass es
bald an der Zeit ist ihn zu erlösen, weil es
keinen Sinn mehr hatte. Er konnte seinen Urin nicht
mehr halten, hatte nicht mehr die Kraft zu gehen.
Als ich an diesem Tag am Nachhauseweg war, bekam ich
einen Anruf von David. Und als ich den Namen am Display
gelesen habe, wusste ich es schon: Remo ist gestorben!!!
Remo ist eingeschlafen.
Als ich die Diagnose
erfahren habe, war es mir wichtig, dass er keine Schmerzen
hat. Bis am Schluss dürfte er diese auch nicht
gehabt haben. Ich bin froh, dass nicht ich entscheiden
musste, wann es nicht mehr geht, sondern er eingeschlafen
ist. Es sah aus als würde er schlafen…
Gute Nacht Remo, ich
vermisse dich!!!
Mickey - wurde im November 1996 geboren und stammt
von einem Bauernhof:
Leider ist er von Baby an ziemlich krank gewesen.
Neben den vermilbten Ohren hat er auch noch eine
chronische Bronchitis, mit der er aber, denke ich,
sehr gut gelernt hat umzugehen. Es klingt manchmal
ziemlich schlimm, wenn er gerade gespielt hat und
dann schnaubend neben einem sitzt, aber Gott sei
Dank kann Mickey selber sehr gut einschätzen
wann er genug hat und wann nicht.
Mickey kann sich leider nicht bemerkbar machen,
weil er stumm ist. Er kann, seit er ein Baby ist,
nicht miauen, was es ihm natürlich schwer macht
sich zu verständigen – dafür schnurrt
er umso lauter.
Mickey
war und ist immer sehr scheu gewesen. Wenn er aber
in jemanden Vertrauen gefasst hat, dann spürt
man seine Liebe. Streicheln und Schmusen findet er
super und kann gar nicht genug davon bekommen. Am
liebsten würde er 24 Stunden am Tag gestreichelt
werden.
Er kann schnurren wie ein alter
Traktor und liebt es seinen Kopf an einem stoppeligen
Männerkinn zu reiben. Außerdem ist es eine
Mickey’sche Spezialität ganz vorsichtig
ins Kinn zu beißen, wenn er sein Wohlbefinden
ausdrücken möchte.
Er ist wirklich ein braver, unkomplizierter
Kater, der eigentlich nur eine schlimme Phase hatte:
noch zu Hause bei meinen Eltern wurde in der Küche
der untere Bereich mit einer Latexfarbe gestrichen,
damit man dort eventuellen Schmutz leicht abwaschen
kann. Tja, Mickey hat das anscheinend etwas missverstanden
und benutzte die Kanten als Kratzecken.
Als ich im Dezember 2006 von zu Hause
ausgezogen bin, war es für mich klar die Katzen
mitzunehmen. Es war regelrecht ein Kampf den Kater
endlich zu fangen und ihn anschließend in die
Transportbox zu packen, weil er sich im letzten Winkerl
versteckt wenn er den Transporter sieht. Nach langem
kämpfen ist es mir dann doch geglückt, dann
hatte ich allerdings ungefähr 3 Tage Sorge, weil
es offensichtlich war, dass Mickey absolut mit der
neuen Situation überfordert war. 10 Jahre lang
kannte er nichts als „seine“ Wohnung und
dann wurde er übersiedelt – verständlich
das es eine Zeit dauert, bis er sich daran gewöhnt.
Fipsi:
nachdem meine Eltern sich getrennt hatten und meine
Mutter mit mir beim neuen Lebensgefährten eingezogen
ist, wohnte da schon Fipsi.
Er war ein wunderschöner,
schwarz-weißer Kater, der es faustdick hinter
den Ohren hatte. Streicheln konnte man ihn nur so
lange, bis man seine Krallen im Handrücken hatte
und er damit anzeigte, dass er in Ruhe gelassen werden
wollte – dies galt aber auch, wenn er schmusen
gekommen ist. Nein, um aufzustehen war er zu faul
und so hatte man eben seine Krallen in den Händen
wenn er nicht mehr wollte. Ich hatte es einmal gewagt
ihn angreifen zu wollen, als er am Fensterbrett saß.
Er mochte das aber anscheinend nicht und schon fuhr
er seine Krallen aus und riss mir vom oberen Nagelbett
ein Stück Nagel weg. Es hat ewig gebraucht, bis
dieser Nagel wieder raus gewachsen war.
Ebenso liebte er Strumpfhosen. Wenn
man eine Nylonstrumpfhose an hatte, konnte man sicher
sein, dass er versuchte am Bein hoch zuklettern.
Nach dem
Umzug aus seiner vertrauten Wohnung in eine neue und
größere, protestierte er fast täglich,
indem er immer an die selbe Stelle in die Badewanne
gekackt hat. Wir hatten viele Tricks versucht um ihm
das abzugewöhnen, wie zum Beispiel etwas Wasser
in die Wanne zu lassen, aber auch Fipsi war erfinderisch
und suchte sich halt eine Stelle neben der Badewanne,
wobei sein immer sauber gehaltenes Kisterl genau neben
der Badewanne stand.
Er war wirklich ein äußerst
launischer Kater, der leider viel zu früh an
Niereninsuffizienz verstorben ist.